Google und die Verläge

Eigentlich wollte ich mich bis morgen von meinem Blog fern halten, da ich morgen Zwischenprüfung schreibe.

Aber es gibt eben doch etwas, was ich eben kurz loswerden muss. Es geht um die armen notleidenden Verläge, die schamlos von Google ausgebeutet werden. Jaa, das pöhse Google verlinkt nämlich auf Online-Zeitschriftenartikel, ohne dafür auch nur einen Cent zu zahlen!
Und auch die gemeinen Internetnutzer – wie ich – zitieren teilweise aus Onlineartikeln. Sie bereichern sich an der Arbeit anderer! Verbrennt sie! Oder nein, noch besser… verlangt Geld von ihnen! Lasst sie bluten!

Nun, ich könnte jetzt natürlich Statistiken heraussuchen, wie viele deutsche Internetnutzer Google als Suchmaschine benutzen. Dazu hab ich aber keine Lust – jedem dürfte klar sein, dass Google der Platzhirsch unter den Suchmaschinen ist. Und jedes Mal, wenn der Durchschnittsdeutsche irgendein Suchwort eingibt, findet er relativ schnell Onlineartikel der leidenden Verlage. Je mehr (pöhse) Leute im Internet die Artikel verlinken, desto besser sind sie platziert. Und das heißt? Ja, genau: Besucher für die Website.
Und wenn ich einen Artikel zitiere, setze ich einen Link. Interessierte Leser werden diesem Link folgen. Wow, noch mehr Traffic für die Onlineauftritte! Wie… furchtbar!

Die dahinter stehende “Logik” lautet, dass Google durch die dort geschaltete Werbung (GoogleAds) Geld verdient. Und das gehört zumindest teilweise den Verlagen, weil Google die Nutzer ja durch ihre Überschriften ködert – ist doch klar! Dass Google hierbei eine Dienstleistung erbringt, die für alle Beteiligten nur vorteilhaft ist – auch für die armen gebeutelten Verlage – ist hierbei völlig nebensächlich.

Und was lernen wir daraus? Manche Menschen verlangen tatsächlich noch Geld dafür, dass man mehr oder weniger Werbung für sie macht. Genannt wird das dann “Leistungsschutzrecht”. Und wenn ich bei Netzpolitik lese, dass die CDU das in der nächsten Legislaturperiode einführen will, dann will ich meinen Kopf einfach nur ganz fest gegen meine Wand hauen.

Sehr lesenswert ist übrigens auch der Offene Brief bei F!XMBR. Ich wünschte, ich könnte bei so viel Dummdreistigkeit noch so viel Humor aufbringen.

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4 Antworten to “Google und die Verläge”

  1. Max Maass Says:

    Wieviel muss ich Zahlen, damit ich den Blogeintrag verlinken darf? =)

    • nothingelse89 Says:

      Ein Einzellink kostet 10 Euro. Eine Flatrate ist schon ab 50 € monatlich zu haben.
      Oder wir rechnen die gegenseitigen Verlinkungen einfach gegeneinander auf ;)

  2. aga80 Says:

    http://www.brokencomedy.de/video/watch/fly_away_china/3260/

    Ok ich spamme mal , vielleicht lässt sich das ja mal woanders verarbeiten .


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