Das braune Möchtegernstaatsoberhaupt

Uuuh… WTF? Die NPD und die DVU haben ihren eigenen Kandidaten für die Bundestagswahl aufgestellt: Frank Rennicke, rechtsextremer Liedermacher und Verehrer von Rudolf Hess. Dieser Rennicke scheint in rechten Kreisen sehr populär zu sein und stellt sich gerne als verfolgten und zensierten nationalen Barden dar – der Arme, völlig grundlos von der BRD und Nestbeschmutzern verfolgt, wie konnten die nur… Ähm, naja, auf die Verlinkung seiner Selbstdarstellung und Texte verzichte ich lieber, ich hab nur ungern „nationale“ Links auf meinem Blog.
Auf der Internetseite des Bundestags wurde dann gleich ein bisschen kostenlose rechte Propaganda betrieben, die jedoch zum Glück inzwischen gelöscht wurde.

Aufmerksam wurde ich dadurch übrigens durch einen Beitrag von Extra 3, der gerade lief. Das Video dazu ist leider noch nicht online, ich werds dann reinstellen. Das Video ist jetzt online.

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Rechte Filmchen

Auf dem NPD-Blog kann man seit gestern die Wahlwerbespots unserer Rechten für die Europawahl bewundern. Besonders schön finde ich den Spot der DVU – ich habe mich wirklich krankgelacht. Tanzende Waldorfschülerinnen? Denkt die DVU wirklich, sie könnte dadurch Wähler gewinnen? Aber auch der Spot der Republikaner hat ein besonderes Flair: Alle anderen Politiker sind Affen, also müsst ihr uns wählen! Ganz toll. Ich werde das Gefühl nicht los, dass sich da jemand als Protestpartei profilieren will.
Der NPD-Blog hat auch den Wahlkampfspot der NPD zur letzten Hessenwahl ausgegraben. Das Thema: Ausländerfeindlichkeit zugunsten des braven arbeitenden Deutschen. Jaja, unsere Lieblingsnazis produzieren schon populistischen Schrott sondersgleichen.

Edit: Ja, muss zugeben, dass auch die SPD durch die Diskreditierung anderer Parteien versucht, Wählerstimmen zu gewinnen – das ist mir gerade wieder eingefallen, als ich das erste Mal den SPD-Wahlspot gesehen habe. Aber den finde ich auch scheiße, also darf ich auch über den REP-Spot lästern ;)

Stillschweigen

Nur eine kleine Bemerkung am Rande: Ich finde es schon bemerkenswert, dass ausgerechnet die Chefpolemiker in dieser Zensurdebatte über Abgeordnetenwatch nicht erreichbar sind, sich also nicht mal dort einer öffentlichen Debatte stellen. Unser Bundesadeliger Guttenberg verweist bei ausnahmsloser jeder Anfrage auf sein Büro und die Ursel ist dort überhaupt nicht zu finden – sie ist nämlich kein MdB, sondern wurde nur ins Kabinett berufen. Das wusste ich bisher gar nicht, es ist aber ein interessanter Aspekt – Bürger, die mithilfe einer Petition versuchen, ihr Mitwirkungsrecht in Anspruch zu nehmen, werden als unwichtig abgestempelt, während die Leyen nicht mal gewählt wurde.

Links des Tages (14.3.)

Sieh mal einer an. Nachdem die Befürworter eines Paintballverbots auf massiven Widerstand gestoßen sind, sind sie eingeknickt: Das geplante Verbot wird aus dem Gesetzesentwurf gestrichen, stattdessen soll die Gefährlichkeit des Spiels erst mal genauer geprüft werden.

Ganz schön peinlich: China warnt davor, auf der IGF seine Internetzensur anzusprechen. Schließlich filtern alle anderen auch. China sieht sich da offensichtlich in bester Gesellschaft.

Post für Spreeblick: Die gute Ursel hat tatsächlich auf den offenen Brief geantwortet. Leider scheint diese Antwort größtenteils aus Textbausteinen zusammengebastelt worden zu sein und auch auf die angebrachten Argumente geht sie nicht ein. Schade, aber was haben wir denn anderes erwartet…?

Frankreich hats vorgemacht, Deutschland solls nachmachen – die Musikindustrie fordert auch hierzulande Internetverbot für Raubkopierer. Hierbei wird von einem „qualitativ geschäftsfähigem Internet“ gesprochen – mein Kandidat für das Unwort 2009.

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