EMMA und die Kinderschänder

Habt ihr eigentlich schon den netten, ausgewogenen und sachlichen Artikel der EMMA über das Sperrgesetz gelesen?

Euch ist jetzt auch schlecht? Ja, man braucht schon einen starken Magen, um diese Hasstirade bis zum Ende zu lesen. Das ist ganz unterste Schublade – sogar Zensursula hat die Gegner dieses Gesetzes nicht derart offen als Kinderschänder diffamiert. Ich kann darüber nichts Neues mehr schreiben, das haben andere Blogger bereits getan. Und im FreiheIT-Blog wird gerade ein ganz toller offener Brief entwickelt.

Nur ein paar kurze Gedanken:
Könnte es sein, dass ein Teil der Begeisterung für dieses Gesetz auch darin begründet liegt, dass eine politisch erfolgreiche Frau und Mutter es initiiert hat? Würden Mittel und deren Wirksamkeit vielleicht etwas kritischer hinterfragt werden, wenn das Gesetz aus Herrn Schäubles Feder geflossen wäre? Ist Franziska Heine die dazu passende Antagonistin, die das gute Werk der starken Frau vereiteln will und die sich dabei so gar nicht an das ungeschriebene Gesetz der femisitischen Solidarität hält?

4 Antworten to “EMMA und die Kinderschänder”

  1. Thearcadier Says:

    Den hatte gestern schon jemand über Twitter verlinkt. Da blieb mir ebenfalls die Luft weg. Aber diese elenden Frauenzeitschriften sind ja ohnehin nicht gerade bekannt für Top-Journalismus, von daher war ein solcher Artikel eigentlich erwartbar…

    • nothingelse89 Says:

      Tja, ich kann ja nicht immer online sein ;)
      Aber nicht in dieser Form. Mir ist durchaus klar, wofür die Emma steht, ich habe sie mir sogar einmal selbst gekauft, um mir ein eigenes Bild zu machen. Aber trotzdem hätte ich zumindest Sachlichkeit erwartet. Dieser Artikel ist jedoch nichts weiter als eine widerliche, hetzerische und verleumderische Hasstirade gegen sämtliche Gegner und Aktivisten des Sperrgesetzes – und KEINE Zeitschrift, die etwas auf sich hält, sollte so etwas auf ihrer Seite stehen haben, egal, wofür sie steht.
      Das hat nichts mit Top-Journalismus oder nicht zu tun, es ist schlicht und einfach der Versuch, sämtliche Sperrgegner als pädophile Kinderschänder darzustellen. Das hat noch nicht einmal Zensursula gewagt.
      Ob ein Mensch nun gegen oder für das Gesetz sind, ist mir ziemlich wurscht, wenn es um die Person selbst geht. Man kann auch immer noch diskutieren und sachlich Argumente austauschen – ich habe es sogar geschafft, meine OMA von der Sinnlosigkeit und Gefährlichkeit des Gesetzes zu überzeugen. Aber wenn ich daran denke, wie viele Frauen die EMMA lesen und dadurch gegen ihre Mitmenschen aufgewiegelt werden, wird mir einfach nur so schlecht, dass ich meinen Magen auskotzen könnte.

      Entschuldigung, wenn ich mich gerade in Rage geschrieben habe. Ich bin einfach immer noch fassungslos.

      • thearcadier Says:

        „Tja, ich kann ja nicht immer online sein ;)“

        Macht ja nix^^
        Natürlich ist das frustirerend. Aber vielleicht sollte man ein ganz kleines bisschen optimistischer an die Sache rangehen. So hat sich das Bild des typischen Computer-Spielers über die Jahre (besonders durch die Sims) massiv gewandelt, auch wenn in einigen Magazinen, Zeitungen oder Fernsehsendungen immer noch krampfhaft am pickligen, lichtscheuen und Pizza/Cola-tinkenden 15-jährigen festgehalten wird.
        So wird es hier auch laufen. Irgendwann gehen Realität und Meinung einiger Schreiber soweit auseinander, dass diese schlicht nicht mehr ernstgenommen werden.
        Alles eine Frage der Zeit.

  2. Internet-Freaks vor dem Karren der Kinderpornografie!? « RabenZeit Says:

    […] nothingelse89 bin ich auf den Artikel “Meinungsfreiheit für Kinderpornos” aufmerksam geworden, der […]


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